Über uns Eiermaler,
treffend in Worte gefasst hat unsere Gedanken eine von mir sehr geschätzte Künstlerin, die in Sachen "Ei" schon tätig war, als ich die "Dinger" nur als Nahrungsbereicherung kannte. Nach ihren Aussagen ist das folgende Gedicht vor einigen Jahren auf der Heimfahrt von einem Ostereiermarkt entstanden. Auf diesem Weg ein herzliches Dankeschön für die Erlaubnis ihr Gedicht auf dieser Seite auszugsweise veröffentlichen zu dürfen.
Eierfaszination
"Wir finden Eier faszinierend
und sitzen malend und gravierend,
schabend, bohrend, ritzend, löchernd,
den Farbensud im Töpfchen köchernd,
Zwiebel, Blätter, Blauholz siedend,
Silberdraht in Eiform schmiedend
mit Stecknadelköpfchen tupfend,
am viel zu schlechten Pinsel zupfend,
mit vielen kleinen Perlen stickend
oder mit Strohintarsien schmückend,
mit Federn alte Verse schreibend,
( -Liebe vergänglich- Eier bleibend....-).
Bienenwachs schmilzt man zu Brei,
draus wird manch schönes Batikei,
mit Bauernrosen Kränze bindend,
und Binsen um die Eier windend
oder mit Spitzen eingesponnen,
manch neue Technik wird ersonnen
die Phantasie kennt keine Grenzen,
lädt ständig ein zu Eiertänzen,
kommt die Idee oder gleich zwei,
schon schlingt sie geistig sich um`s Ei.
Fängt´s einmal an, kann man´s nicht enden,
Ei im Kopf und Ei in Händen,
geeignet ist jeglich Motiv,
von heilig, pflanzlich bis naiv-
bald Eierkrieg - bald märchenhaft-
schon ist ein neues Ei geschafft!.."
Reinhild Massey (Urheberin)